Sehr geehrte Damen und Herren!
Mit Abscheu habe ich ihren Artikel in der Ausgabe vom 15.7.2005 zur Kenntnis genommen. Es fehlen einem anständigen Menschen vor Entsetzen die Worte, wenn in Ihrem Artikel geäußert wird: "Die Frage der Strafbarkeit ist nicht geklärt" Aber das würde doch bedeuten, daß das "Recht" auf Ausübung einer _perversen_ Sexualhandlung zum Nachteil eines Mitgeschöpfes ethisch _über_ dem Tierschutz steht! Wenn das tatsächlich so ist - dann gute Nacht, Deutschland!
Tiefer kann man gar nicht in den moralischen Morast sinken.
Widerlich.
Susanne Reinartz
Neuss
Leserbrief betreffend Pferdeschändung
Ich finde es furchtbar, was da für Dinge passiert sind!
Und ich verstehe nicht, dass derjenige, der sich am Pferd vergangen hat, nicht konsequent zur Rechenschaft gezogen wird.
Bitte helfen Sie mit, dass solche furchtbare Missstände nicht mehr vorkommen bzw. die Strafen dafür so hart werden, dass diese kranken Menschen sich es doppelt überlegen, welchen Schmerz sie einem wehrlosen Tier zufügen.
Sabine Rieser
Es ist abscheulich, wie Menschen sich an Tieren vergreifen und diese mißbrauchen. Ich hoffe nur, daß endlich mal die Gesetzeslage eindeutig geklärt wird und diese Sachen absolut bestraft werden.Kein Tier kann entscheiden, ob es mit dem Menschen Sex möchte. Es wird vom Menschen vergewaltigt. Und Vergewaltigung ist eine Straftat. Wenn die Tiere schon im allgemeinen Sprachgebrauch keine Sache sind, so müßte auch hier dieses verfolgt werden und der Täter dingfest gemacht werden. Bis zum Mißbrauch von Kindern ist nur noch ein winziger Schritt..
Edith Lekok
Bautzen
Sehr geehrter Herr Vornholt, sehr geehrter Herr Krigar, sehr geehrte Damen und Herren des WA,
beim Lesen Ihrer beiden Berichte über die missbrauchten Ziegen (2. Juli 05 - J hwa) und Pferde (15. Juli 05 - uw) fällt mir spontan das Kasperletheater ein, dass ich als Kind mittwochs immer im Fernsehen ansah: Kasperle macht Unsinn so viel er will und dreht dem Polizisten, der ihm nicht Herr wird, eine lange Nase. Zwar kriegt er gelegentlich auch mal eins auf die Nase - aber schon in der nächsten Folge macht er wieder fröhlich weiter. Trotzdem ist Kasperle kein Böser, nein-nein, er hat auch seine guten Seiten, fängt böse böse Räuber und verhaut das Krokodil - im Grunde seines Herzens ist Kasperle ja schließlich ein lieber Kerl.
Hier waren Kinder ebenfalls Zuschauer eines in unserer Gesellschaft derzeit noch als tolerierbaren Unsinns klassifizierten Treibens. Und wie Kasperle im Kindertheater mag der Täter sich gackernd und hämisch lachend auf die Schenkel klopfen - über die Quintessenz Ihrer beiden Artikel: sein Tun ist nicht verboten, ergo gibts auch hier eine nächste Folge. Bleiben Sie dran, ich zähl auf Sie. Dieses Mal waren wir zu Gast in einem Kindergarten, bei unserer nächsten Sendung werden wir Sie auf eine idyllische Weide führen.
Und auch der zoophile Täter ist wie Kasperle kein Böser, nein-nein, er verurteilt Gewalt sofern sie denn absichtlich erfolgt, im Grunde seines Herzens ist schließlich auch er ein lieber Kerl.
Kriminell ist er schon gar nicht - es gibt keinen Paragraphen in unserem sonst so reichhaltigem Gesetzessystem. Selbst Falschparkern und Schwarzfahrern geht es da weit übler an den Kragen, als Menschen die sich vor Kindern mit sexuellen Handlungen exibitionieren und dabei Tiere zu öffentlichen Lustobjekten degradieren.
Fotos oder Filmmaterial derartiger Szenen heissen Pornographie und sind auch bei uns verboten. Live-Vorstellungen erfreuen sich aber mangels fehlender gesetzlicher Grundlagen des banalen Status eines öffentlichen Ärgernisses. Egal vor wessen Augen und egal zu Schaden welcher Seelen. Das ist die logische Konsequenz aus der Tatsache, dass wer A toleriert, notgedrungen auch B zulassen muss.
So werden wir wohl noch viele weitere Artikel derartigen Inhalts zu lesen bekommen.
Kümmert uns schon das Leid der Tiere nicht - warum dann nicht wenigstens das Leid der Kinder? Warum verlieren wir uns in end- und ziellosen Debatten über den Stellenwert von Opfern, die Intensität ihrer Leiden anstatt die Handlungen als das zu werten was sie sind: verwerflich, unerwünscht und einer sozial und ethisch hochstehenden Gesellschaft nicht würdig - und fordern ihre Strafbarkeit? WIR sind schließlich das Volk, es sind UNSERE Tiere, es sind UNSERE Kinder, es ist UNSER Umfeld. Was strafbar ist und was nicht - liegt deshalb vor allem in UNSERER Macht. Es ist UNSERE Welt, in die wir die Kinder setzten, die diesem Treiben zusehen mussten - es ist UNSERE Schuld.
Mit freundlichen Grüßen
Gabriele C. Woiwode
München
Erschreckend!
In ihrem Bericht vom 15.07.05 informieren sie laut Überschrift Ihre Leser über einen sexuellen Übergriff auf ein Pferd.
Erschreckend ist, dass wir tatsächlich nicht "nur "von einem Opfer erfahren, dem missbrauchten Pferd, sondern tatsächlich gleich mit zahlreichen Opfern
konfrontiert werden. Denn beide Fälle, der Missbrauch der Ziegen und des Pferdes, lassen uns um
unsere Kinder bangen! Wie lange müssen Eltern eigentlich noch in Angst und Schrecken leben, dass ihre Kinder, wenn sie
sich in der Nähe ihrer vierbeinigen Freunde aufhalten, zu verstörten und verängstigten Zeugen von Tiervergewaltigungen werden? Ist die Seele unser
Kinder denn so wenig wert, dass der Gesetzgeber es nicht einmal für nötig hält, endlich ein Verbot gegen sexuellen Tiermissbrauch gesetzlich zu
verankern? Wann dürften auch die vom Missbrauch betroffenen Tierhalter mit staatlichem Schutz rechnen? Tatsächlich haben die Sodomiten dieses Landes
einen rechtlichen Freifahrtschein, uns jederzeit durch ihre tier- und menschenverachtenden Aktionen zu quälen. Wie lange will der Gesetzgeber hier
eigentlich noch untätig zuschauen? Wir brauchen ein Verbot! Jetzt!
Nicole Kruse
Wolfsburg